Frachthalle Cargo City II der Fraport AG, Frankfurt a.M.

Neubau einer Luftfrachthalle mit angeschlossenem Büro- und Verwaltungsgebäude und integrierten oberirdischen Garagengeschossen

Fertigstellung: 2015
Baukosten:
Nutzfläche:
Leistungen:

Brandschutzkonzept

Beratung während der Ausführungsplanung

Bauüberwachung Brandschutz

Prüfung Genehmigungsplanung

Prüfung Ausführungsplanung

Brandsimulation Frachthalle

Thermische Bauteilanalyse

Strömungssimulationen CO

BMA-Konzept

Flucht- und Rettungspläne

Feuerwehrpläne

Prüfung Steuermatrix

Funktionstests Steuermatrix

Entwurf: Braun Canton Volleth Architekten GmbH, Frankfurt a.M.

Bei dem geplanten Gebäude handelt es sich um eine erdgeschossige Luftfrachthalle mit in­tegrierter Service-Spange auf einer Grundrissfläche von ca. 6.450 m². Die mittlerer lichte Höhe beträgt ca. 9,50 m. Die Halle dient zur Kommissionierung und Zwischenlagerung von Luftfracht. Im Süden der Halle grenzt ein sechsgeschossiges Büro- und Verwaltungsgebäude mit inte­grierten oberirdischen Garagengeschossen in den Ebenen 01 und 02 an.

Das Brandschutzkonzept sieht innerhalb der Frachthalle einen Rauchabschnitt mit einer Größe von mehr als 1.600 m² vor. Für diesen Rauchabschnitt muss eine ausreichende Rauchableitung vorhanden sein, um eine wirksame Brandbekämpfung durch die Feuerwehr zu ermöglichen. Dies ist gemäß Nr. 5.6.2 Muster-Industriebaurichtlinie möglich, sofern eine raucharme Schicht von mindestens 2,50 m in der Halle rechnerisch nachgewiesen wird. Der entsprechende Nachweis erfolgte durch CFD-gestützte Brandsimulationsberechnungen zur Bemessung der natürlichen Rauch- und Wärmeabzugsanlage und formuliert die Mindestanforderungen an das geplante Entrauchungssystem.

Des Weiteren wurde im Rahmen einer thermischen Bauteilanalyse der Nachweis geführt, dass auf eine Ausführung der Tragkontsruktion der Lüftungszentrale in der Qualität F90 verzichtet werden kann. Hier war eine wirtschaftliche Ausführung als Stahlkonstruktion möglich.

Als ergänzende Leistung, die nicht unmittelbar mit der originären Brandschutzplanung zu tun hat, wurde für die Garagenebenen auf Grundlage einer Strömungssimulation die CO-Konzentration berechnet. Hintergrund ist, dass die beiden Garagenebenen zwar über großflächige Öffnungen ins Freie verfügen. Aufgrund der spezifischen Gebäudegeometrie jedoch die Anforderungen von § 1 (1) GaVO hinsichtlich der maximalen Entfernung der sich gegenüberliegenden offenen Umfassungswände nicht erfüllt werden. Somit ist der Bereich formal als geschlossene Großgarage zu bewerten. Auf Grundlage von Strömungssimulationen wurde der Nachweis erbracht, dass unter Berücksichtigung konservativer Randbedingungen eine ausreichende Durchströmung der Garagenebene aufrechterhalten wird und die Bewertung als offene Großgarage zulässig ist.

Die insa4 brandschutzingenieure GmbH unterstützte die Fraport AG als Bauherrin sowie die Objekt- und Fachplaner auch bei der Verwirklichung des Projektes durch beratende und prüfende Tätigkeiten. Des Weiteren wurde die Bauausführung im Rahmen der Bauüberwachung Brandschutz fachmännisch begleitet.

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