Pierburg GmbH, Neuss

Neubau eines Industriestandortes mit modernen Gießerei- und Logistikanlagen

Fertigstellung: 2014
Baukosten: 50.000.000 €
Nutzfläche: 28.000 m²
Leistungen:

Brandschutzkonzept

Brandsimulationen

Thermische Bauteilanalyse

Beratung während der Ausführungsplanung und Bauausführung

Prüfung der Fachplanungen

BMA-Konzept nach DIN 14675

Brandfall-Steuermatrix

Bauüberwachung Brandschutz

Flucht- und Rettungspläne

Feuerwehrpläne

Brandschutzordnung Teil A-C

Heiß- und Kaltrauchversuche

Entwurf: BM+P Architekten Hesse Haselhoff GbR, Düsseldorf

Innerhalb der Rheinmetall Automotive ist die Pierburg GmbH als Automobilzulieferbetrieb der Spezialist für die Bereiche der Schadstoffreduzierung, Luftversorgung und Drosselklappen. Die ursprünglich auf zwei Standorte in Neuss und Nettetal verteilte Pierburg GmbH strebte im Jahr 2012 die Zusammenlegung beider Betriebe an. Dazu entstand auf einem rund 65.000 m² großen Areal im Rheinhafen in Neuss ein moderner Neubau, der auf die zukünftigen Anforderungen in dem wettbewerbsintensiven Geschäftsfeld ausgerichtet ist.

Bestehend aus Produktions- und Verwaltungsgebäuden und zwei Nebengebäuden verfügt der  Gebäude­komplex über eine Gesamtgrundfläche von ca. 30.000 m². Das Ob­jekt umfasst neben einer Gießerei und einem Logistikbereich mit offen angebundenem Hoch­regallager eine Montagehalle und eine Halle für die mechanische Bearbeitung.

Im Westen des Gebäudekomplexes ist ein dreigeschossiges Kammgebäude mit Büro- und Verwaltungsnutzungen, Empfangshalle und einer Kantine angeordnet. Daneben grenzt der zweigeschossige Kopfbau mit Lehrwerkstatt und Umkleiden an. Östlich des Hallenkomplexes werden eine wettergeschützte Lagerhalle auf einer Grundfläche von ca. 1.800 m² und ein erdgeschossiges Gebäude, dass bei einer Grundfläche von ca. 1.530 m² als Außenlager und WHG-Bereich dient, angeordnet. Zwei Außengebäude mit Transformatoren und elektrischen Betriebsräumen sowie einem Heizraum auf dem Grundstück dienen der Versorgung.

Den anspruchsvollen Anforderungen an die Nutzung wurde bei dem hochkomplexen Industriestandort mit einer zielgerichteten Brandschutzplanung begegnet, die insbesondere die Anwendung moderner Brandschutzingenieurmethoden erforderte. Neben der Bemessung von Entrauchungssystemen für diverse Hallenabschnitte wurde im Rahmen einer thermischen Bauteilanalyse die Stahlkonstruktion der Lüftungszentrale brandschutztechnisch bewertet.

Die insa4 brandschutzingenieure GmbH begleitete das spannende Projekt außerdem im Rahmen der Ausführungsplanung und der Bauausführung. Die Umsetzung des Brandschutzkonzeptes wurde durch eine Bauüberwachung Brandschutz der Stufe 2 nach AHO begleitet. Nach Fertigstellung wies insa4 die Wirksamkeit der Entrauchungsanlagen durch Heißrauchversuche durch. Des Weiteren wurden in diesem Rahmen Wirk-Prinzip-Prüfungen der sicherheitstechnischen Anlagen durchgeführt, die auf Grundlage der von insa4 erstellten Brandfallsteuermatrix programmiert wurden.

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